was sonst noch passiert

08.09.2009 um 19:22 Uhr

S-Bahn in Berlin

von: GEF   Kategorie: mit den Öffentlichen unterwegs   Stichwörter: Bahn, Chaos

Es ist nicht zu fassen, schon wieder gibt es ein Chaos bei der Berliner S-Bahn.

Auf meinem Weg nach Hause musste ich flexibel sein. Da man ja jeden Tag fährt, ist man auch einigermaßen mit den Möglichkeiten vertraut. So dachte ich mir, geh einfach mal zum Bahnhof und dann schau mal. Da stehe ich also und warte. Mit mir viele, viele Menschen. Eine Durchsage teilt uns mit, dass der Zug voraussichtlich in 10 Minuten kommen sollte.

Hmm . da könnte ich ja fast eine Station laufen, denn umsteigen muss ich ja sowieso.

  Auf dem anderen Gleis fährt eine S-Bahn ein und „Reisende nach xyz fahren mit diesem Zug eine Station und steigen dort um.“ Okay, das ist zwar nicht die richtige Richtung, aber so geht es auch. Ich komme dort an und gucke erst mal. Mit mir auch viele andere Fahrgäste. Und dann kommt tatsächlich der Zug aus xyz fährt ein und wechselt die Fahrgäste, denn er pendelt von hier zurück nach xyz. Die Leute stürzen zu den Sitzplätzen. Ich nicht, ich hab den ganzen Tag gesessen.

Eine andere Frau stellt sich dicht neben mich, obwohl noch viel Platz ist. Sie kommt mir näher und lehnt schon an meiner Tasche. Ich rücke einige cm nach links. Die Frau rückt nach. Ich rutsche noch mal. Als sie sich an mich anlehnt, kann ich nicht weiter rücken, denn ich klebe schon an der Tür. Also sage ich: „Entschuldigung, aber sie sind mir zu nah.“ Darauf fängt die Frau an sich zu entschuldigen und sie redet und sie redet – sie hätte gar nicht gemerkt, dass hier schon wieder so viel Platz wäre. Sie hätte eben so eingepfercht stehen müssen, dass ihr gar nicht aufgefallen ist, dass es nicht mehr so eng ist. Sie bedankte sich, dass ich was gesagt hätte und fängt von vorne an zu erklären.

Ich sag, so ist es ja gut.

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