Es gibt sie noch ...
Da fahre ich heute mit der Straßenbahn als eine ältere weißhaarige Frau einsteigt.
Während ich schon in überlege, dass … steht ein junge langhaariger Mann auf und bietet ihr den Platz an.
Ich bin erfreut.
… doch weiter kommt man ohne ihr.
Es ist ja im ganzen Land bekannt, dass wir in Berlin ein S-Bahn-Problem haben.
In der S-Bahn sind alle gleich. Alle müssen zur Zeit zusammen rutschen. Nun sind die meisten Mitfahrer nett. Man lächelt sich an. Man ist nachsichtig, wenn mal einer einem auf den Fuß tritt oder sich vorbei drängeln muss.
Aber es gibt auch Ausnahmen. Heute zum Beispiel: da lehnt ein junger Mann in der S-Bahn an der Haltestange in der Mitte des Abteils. Neben ihm zwei junge Frauen, die sich kaum festhalten können, weil eben dieser junge Mann der Länge nach an der Stange lehnt. Sein ganzer Körper braucht den Halt. Eine ältere Frau versucht sich auch Halt an dieser Stange zu verschaffen. Ich auch. Es ist nicht möglich, sich festzuhalten. Da sprechen die jungen Frauen den Mann an, ob es möglich ist, dass er sich nicht anlehnt. Er verneint es. „Nö, dann falle ich ja um.“ Er hält nämlich mit beiden Händen eine Computerzeitung fest. Es sieht auch so aus, als ob er darin liest. Der ist ja dreist, denke ich und sage: „Sie könnten sich auch mit einer Hand festhalten.“
Da stellt er sich kurz aufrecht hin und lehnt sich mit der Schulter wieder an.
Es sind ein paar Zentimeter gewonnen. Wir können uns festhalten!!!
Tja, der Typ lehnt noch immer an der Stange als bei der nächsten Station wieder Leute einsteigen, die sich auch festhalten wollen.
Man wünscht ja niemandem was Schlechtes – aber so eine Vollbremsung … und der Lehntyp, der sich ja nicht festhält ….?
Nein, das wünscht man nun wirklich nicht. Ich hab auch nur einen klitzekleinen Moment daran gedacht und den Gedanken sofort wieder verworfen da die S-Bahn völlig überfüllt war.
Stimmung: gereizt
Heute morgen hatte ich schon einen Arzttermin. Es ist aber alles in Ordnung. Sie will mich erst im Frühjahr wieder sehen.
Danach ging es wieder ins allgemeine Getümmel. Die S-Bahn hat ein Räderproblem und die Fahrgäste dürfen es ausbaden. Da dieses Problem gestern schon bestand, haben sich viele Bahnfahrer heute lieber ins Auto gesetzt und so sah es dann auch auf den Straßen aus.
Auf der Arbeit war es - wie überall - ziemlich warm. Gegen Nachmittag hat dann eine Kollegin ein Eis ausgegeben. Das war als Urlaubslage genau das Richige für uns. Ich hab seit ewigen Zeiten mal wieder einn "Nogger" gegessen. Mal sehen, ob sich morgen auch einer findet, der ein Eis ausgibt.
Nun sitze ich hier und schreibe einen Blogeintrag. Bin hundemüde. Kann man um halb acht schon ins Bett gehen?
Als ich heute in die S-Bahn einstieg war ich eine Sekunde wie erstarrt. Was mir da gegenüberstand, kannte ich bisher nur aus dem Kino.
Stimmung: gut und müde
... unterhalten sich zwei Männer.
Mann1: "ejh, man, haste auch so viele Überstunden?"
Mann2: "ja, klar, noch mehr."
Ach, dachte ich, interessante Unterhaltung.
Noch ein paar so interessante Wortwechsel und dann unterhielten sich die Männer über die letzte Gehaltserhöhung.
Mann1: "bei mir ist das mindestens schon 4 Jahre her."
Mann2: Ja, bei mir auch. Und dann ist es kaum der Rede wert.
Mann1: "ja, das waren ja nur 3cent, von 5,78 auf 5,83"
Schönes Wetter hier bei uns.
Der Regen kommt aus dem Schlauch, aber nur für die Pflanzen.
Erdbeeren aus dem Garten schmecken doch kräftiger.
Für einen Kuchen reicht es aber nicht.
Den macht meine Mum morgen.
Die S-Bahn hatte heute unregelmäßigen Verkehr.
Unregelmäßig? Ja, Verspätungen ohne Ende.
Viele Menschen quetschen sich in die Bahn. An der nächsten Haltestelle schafft es noch eine Frau mit Kinderwagen sich reinzudrängeln. Ich konnte leider nicht sehen, wie viele Zehen sie überfahren hat. Zwei männliche Schuhe mussten mindesstens dran Glauben - jedenfalls war dass das was ich sehen konnte. Eine Station später das gleiche noch einmal, denn sie wollte wieder raus. Ich kann ja verstehen, dass sie bei der Hitze mit dem Kleinkind nicht laufen wollte. Nur sollte man mal einen Laut von sich geben, wenn man nicht freie Fahrt zur Tür hat. Okay, okay es ist für alle viel zu heiß.
Tom war heute nicht bei Mama, das macht er morgen.
Und nun ist Feierabend.
Das ist nur ein kleines Lebenszeichen von mir.
Da steig ich heute aus der S-Bahn aus und auf dem Bahnsteig steht ein Mann. Das an sich ist kein Grund hier einen Eintrag loszulassen.
Er steht mir gegenüber, nur einen Bruchteil einer Sekunde, ist kleiner als ich und sieht nett aus. Das Grinsen schleicht sich in mein Gesicht, denn ich denke an die Serie "Heroes" und ganz speziell an Hiro.
Schnell gehe ich weiter und grinse noch ein Weilchen. Was muss der wohl über mich gedacht haben?


Es ist schon schön, wenn man die Arbeit auch von zu Hause aus erledigen kann. So was nannte man früher Heimarbeit. Heutzutage muss dass dann wohl Unterwegsarbeit heißen. Denn heute durfte ich zuhören, wie ein junger Mann telefonierte.
„Ja, das müssen sie so machen“
„Nein, das kann dieses Programm nicht“
Nein, damit können sie nur xxx machen“
Mein Kollege hat ihnen das doch erklärt.“
Und so geht es einige Zeit weiter, bis er sein Fahrrad schnappt und aussteigt, während er weiter telefoniert.
Für mich hat es sich so angehört, als ob er eine Hotline bediente. Wie würde ich mich als Kunde fühlen, wenn ich im Hintergrund Bahngeräusche hören würde?