kaum gewählt, schon schlägt die Überwachung zu
Kaum haben wir die Wahl hinter uns, schon wird die Sicherheit groß geschrieben. Oder wie soll ich mir erklären, dass die Polizei uns heute morgen angehalten hat?
Da kommen wir - wie jeden morgen - in der richtigen Straße an und werden von vielen freundlichen Männern in Uniform empfangen. Sie weisen uns ein und ich verabschiede mich von Tom. Der für uns zuständige Polizist guckt mich an, wie ich den Ort verlasse. Ich sage ihm, dass ich hier nur arbeiten gehe. Darauf meint er, er arbeite auch nur. Ja, klar denke ich und gehe in die Firma.
Tom erzählte mir dann abends, dass er Sanikasten und Warndreieck sehen wollte. Das ist bei uns immer griffbereit, weil das bei Toyota so eingerichtet ist. Fahrzeugpapiere auch alles okay. Doch dann durfte mein Mann noch längst nicht fahren. Der hier auch nur arbeitende Polizist wollte noch eine weitere Überprüfung. Auf die Frage "warum?" gab es nur die Antwort, dass bräuchte er nicht zu sagen.
Ähm, was soll das denn? Sind wir verdächtig? Der Uniformierte stieg dazu in sein Auto und Tom wartete. Und wartete. Und wartete. Ganze 10 Minuten ... dann durfte er weiter fahren.
Zu Hause googelte er, ob das denn zulässig sei ohne Begründung festgehalten zu werden. Ja, das ist es. Der Beamte darf nach gut Dünken all unsere Daten abrufen. Auch wenn man nichts zu verbergen hat, ist das erschreckend.
Das macht mich schon sehr nachdenklich.

