Fallstudie

16.08.2009 um 21:22 Uhr

Komisch...

Hach Mähääänsch! Nie spürt man die Einsamkeit mehr, als wenn man wieder allein ist sach ich immer...

Eine ganze Woche ist jetzt wieder Strohwitwendasein angesagt, und ich habe mein Allheilmittel schon parat gelegt. Schokolade, Erdnüsse, Zigaretten, Telefon.

Eigentlich bräuchte ich noch was, das mich vom fiesen Gedanken an das Arbeiten morgen früh ablenkt. Drogen ohne Nebenwirkungen und ohne Suchtpotential... das wärs. Sehr seltsam, dass eine Menschheit, die zum Mond fliegt und mitten im Wald auf seinem Handy bei ebay mitbieten kann, DAS noch nicht geschafft hat. Ich überlege grade, ob Waschmittel schnüffeln irgendeinen Effekt haben könnte...

 

12.08.2009 um 22:53 Uhr

Nicht vorenthalten...

...möchte ich euch die deutlichen Zeichen meiner Überarbeitung. Den ganzen Tag nur Reden und Schreiben und Korrigieren scheint sich langsam aber sicher auf mein Sprachzentrum auszuwirken. Es zeigt sich stetig verwirrter...

So hatte ich vorhin nach einem Ü12-Tag plötzlich ein Wort im Kopf, das so vor sich hin schwirrte und sich schlussendlich festsetzte, und ich ertappte mich dabei, wie es vor mich hin sang: Rektal-Lift

Ob ich nun dabei eher an den Fahrstuhl oder die Verjüngungskur (oder gar die Apfelschorle??!) dachte, weiß ich aber selber nicht. Mein Hirn überraschte mich einfach.

Kurz kam mir der Gedanke, ob ich daraus eine Art Flash-Mob machen soll. Diese Vokabel lernte ich jüngst im Rahmen meiner Arbeit von ganz ganz jungen Leuten. Es handelt sich dabei wohl um die spontane öffentliche Umsetzung einer blöden Idee, wie etwa sich nach einem entsprechenden Aufruf mit zig wildfremden Menschen auf dem Marktplatz treffen, um Lambada zu tanzen. Oder so.

 

 

Nun also mein Flash-Mob-Vorschlag: Bitte singt doch morgen zu einer von euch selbst ausgewählten Melodie das schöne Wort "Rektal-Lift" vor euch hin, und zwar immerzu. Also ich werde es tun!

Auf Rückmeldungen freut sich:

 

 

07.08.2009 um 17:46 Uhr

Abwärts

Ich bin alt. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, aber sie überfällt mich immer dringender. Folgende Indizien gab es im vergangenen Monat:

- Mein Männe und ich fahren SPAZIEREN!!! Wir gehen am Wochenende Burgen besichtigen, Kaffee trinken, in den Zoo oder einen schönen Einkaufsbummel machen.

- Ich lächele milde über frisch verliebte 28-Jährige.

- Ich rieche bereits 2 Stunden nach dem Duschen schon wieder leicht schweißig unter den Armen.

- Ich stöhne über die Doppelbelastung von Job und Haushalt, und denke ernsthaft, das INTERESSIERT jemanden.

- Ich sinniere: "Mmmh...Bei DER günstigen Zinslage sollte man jetzt eigentlich ein Haus kaufen..."

- Ich bin zu mindestens 20 Prozent weniger kinderfeindlich als früher

- Ich kaufe mir jetzt ein Diktiergerät, weil ich beim Arbeiten meine eigenen Aufzeichnungen nicht mehr lesen kann.

- Ich schmeichele mich durch exzessiven Gebrauch der Jugendsprache bei unseren 20-jährigen Praktikantinnen ein, damit sie mich für "cool" halten.

- Ich mag nicht mehr im Auto rum machen.

- Ich esse fast alles...

- ...mag aber keine Cola  mehr, weil sie mir -Zitat- zu "süß und klebrig" ist.

- Ich habe aufgehört Veronika Ferres zu hassen, ich verachte sie lediglich noch.

 

Tja, das ist die bittere Wahrheit meine Freunde, und ich glaube ab heute gehts bergab. Hier werdet Ihr wohl in Zukunft nicht viel anderes mehr finden als Gejammer über Zipperlein, die teuren Gemüsepreise oder auch nur das Neueste aus den Königshäusern.