just another weblog

27.05.2014 um 17:52 Uhr

bin da - wer noch?

Urlaub wie immer viel zu schnell vorbei, trotz nervigen Verwandten und schrägem Wetter.

Das letzte Treffen mit Surferboy (ooh, Mädels, harrharr, Feuerwerke und sprudelnde Champagnerflaschen ^^) und der seltsame Abend mit U's Kollegen noch in den Knochen, verabschiedete ich mich vor 2 Wochen 'gen Süden. Der Flug war sehr ruhig, das Flugzeug war halb leer, so war die Stimmung auch relativ entspannt. Meine Eltern und Oma holten mich am Flughafen ab, die Sonne strahlte, Sommer! 

Es folgten eine Woche geilstes Wetter, wir waren am Strand, wir haben stundenlang im Sand gelegen und lange Spaziergänge gemacht und eine Woche Herbstwetter mit Nieselregen bei 8°. Nicht ungewöhlich in unserer Region, aber nervig. Immerhin konnten wir so auch viel shoppen gehen und bei meinen Grosseltern am Feuer sitzen. 

Dazwischen viele sms von, hm, nennen wir ihn Sorgloser. Sorgloser ist der 29jährige, selbständige Typ aus dem Chat. Wir haben uns noch nicht getroffen, aber viel geschrieben und Bilder getauscht und er gibt sich recht Mühe. Ich bin gespannt auf das Treffen.  

Surferboy schrieb etwas weniger, was aber der Tatsache geschuldet ist, dass ich ihm sagte ich sei gar nicht wirklich erreichbar. Erst nachträglich löste ich ein Datenpaket aus, um zumindest whats*app nutzen zu können. Er war recht eingespannt im Turnverein, jetzt beginnt die Wettkampfsaison und die sind ständig an irgendwelchen Turnfesten etc. 

Auch kriegten wir wieder die Sorgen Aller aufs Auge gedrückt. Wirklich entspannt haben wir uns nicht, meine Eltern und ich. Ständig war da wer, der jammerte. Meine Cousine darüber, dass sie jetzt zwar mit ihrem Freund wohnt, aber da seine Eltern die Wohnung bezahlen, sie nun bei ihnen auf dem Bauernhof helfen muss. Arbeiten ist ihr grundsätzlich zuwider, weshalb sie mit 31 Lenzen noch nix gemacht hat. 

Dann war da mein Onkel, der fast jeden Abend zu uns kam und immer wieder die gleichen Stories erzählte. Und das ist jetzt keine Übertreibung, er erzählte wirklich immer das Gleiche.  Und meine Mama hat immer total verständnisvoll genickt und 'ge-oht' und 'ge-aht'. 

Dann sind auch noch die Entchen geschlüpft! Wie sollte es auch anders sein, genau während meiner Abwesenheit. Ich werd noch Bilder posten hier, die sind echt putzig gewesen! Ganze 9 Stück! 

Irgendwann freute ich mich dann doch wieder, heim zu können. Es ist verdammt anstrengend, ständig Leute um sich zu haben. Und weil man nur so kurz da ist, reissen alle an einem rum öÖ

Nun bin ich seit 2 Tagen wieder im Büro, die gleiche Leier wie immer, es pisst in Strömen, ich geh gleich ein WG-Zimmer besichtigen, obwohl ich immer noch keine Eier hatte, tabula rasa zu machen. Aber immerhin habe ich nächste Woche einen Termin bei der Singakademie ergattert. Ich mache mir jetzt schon ziemlich in die Hose. Ich denke ich hab ne gute Stimme und möchte eigentlich mittelfristig der Showgruppe beitreten...wird sich zeigen, ob ich das Zeug dazu habe oder nicht Oo Nehmen tun sie mich sicher, es ist ne Schule und die kostet auch ordentlich was. Aber im Chor parkiert zu werden, das möchte ich dann doch nicht...gnaaaaaaaaa *fingernägelkau*

 

09.05.2014 um 09:30 Uhr

ungut

Unguter Tag gestern.

Hatte Stress im Büro, am letzten Tag vor dem Urlaub würgt man noch alles rein, entsprechend war mein Hirn matschig an Feierabend.

Ich hatte mich mit dem besten Freund von U verabredet, wie alle halbe Jahre. War ein lauer Abend, er kennt die Stadt nicht wirklich, so zeigte ich ihm eine offene Badeanlage, die abends zur Bar mutiert. War wie erwartet voller Leute. 

Das erste Bier hab ich praktisch sofort geleert, mein Kopf fühlte sich an als würde es platzen und ich wollte mich schnell entspannen. Beim zweiten Bier hab ich mir etwas Zeit gelassen. Dass ich den ganzen Tag nicht viel gegessen hatte, spielte meinem kleinen Rausch natürlich toll in die Hände. Das dritte Bier hätte es nicht mehr gebraucht.

Wir haben gelacht, wir haben gequatsch und am Schluss haben wir uns geküsst.  Er wollte richtig knutschen, ich hab ihn dann aber mit Spässchen gebremst und die Sache verblieb beim Spass.

Meine Güte, das Geküsse ist ja an sich egal, aber was sollte das? Erst erzählt er mir den halben Abend von U, was ich eigentlich gar nicht mehr hören will, das werd ich ihm noch sagen müssen. U ist durch, ich will nichts mehr von ihm hören und schon gar nicht über Umwege. 

Zu hause hatte ich dann jedenfalls ein mieser Trip der besonderen Art. Weil ich den Eindruck hatte, das hier was aus dem Ruder läuft. Mir ist klar, dass ich die letzten Monate auf dem "just don't think about it" Zug fahre. Das merkt man daran, dass alles liegen bleibt. Ich war nicht mehr trainieren, ich bezahle meine Rechnungen total verspätet, ich mag nicht mal mehr meine Fingernägel lackieren. 

Ich hab einfach geheult, sass auf dem Sofa und heulte und der Meinige sass davor und guckte mir zu. Er war selbst unterwegs gewesen und hatte einiges intus. Und so kam tatsächlich sowas wie ein Gespräch zustande. 

Ich weiss, wo das Problem liegt. Ich weiss nur nicht, wie ich was ändern kann bzw wie ich damit lerne zu leben, dass man gewisse Dinge nicht kontrollieren kann und jederzeit loslassen muss. Ich trage seit 3 Jahren eine Last mit mir und in letzter Zeit hat meine Kraft nachgelassen. Zuhause setze ich die Maske der starken Frau auf, damit sich keiner in die Hosen macht; denn: wenn ich Schwäche zeige, dann ist das ein schlechtes Vorzeichen für den herrschenden Zustand. Ich bin müde und ich habe den Eindruck, alles nur durchstehen zu können, wenn ich ne Mauer aufrichte, dann kann ich mich daran wenigstens festhalten.

Ich fühle mich alleine und hab keinen mehr, der mich in den Arm nimmt und mir sagt, dass alles gut wird. Zu hause gibt es diese Geborgenheit seit 3 Jahren nicht mehr und der Meinige ist zwar physisch da, kann mir diesen Halt aber nicht geben. Bzw meinte er gestern, ich nehme seinen Halt gar nicht an, ich sei unnahbar. Und das stimmt genau. Da muss ich ihm recht geben. Ich will nicht nachdenken und verstricke mich dabei in Ablenkungen. Ich bin einfach müde, ich vermisse die Unbeschwertheit, die ich vor 3 Jahren noch hatte. Jetzt muss ich dafür aktiv etwas tun, für die Unbeschwertheit. Sie ist nicht mehr 'einfach da', ständig ist mir bewusst, dass es ganz schnell gehen kann und alles läuft schief. Ich arbeite seit 3 Jahren daran und dachte, ich sei eigentlich weiter, aber jetzt grad ist es wieder beschissen. 

Aber was bleibt mir anderes übrig, als mich aufzuraffen und weiterzugehen? Ich höre auf zu reden und mache stattdessen. Nachher gehe ich ins Training, die Laufschuhe sind schon im Koffer, ich hab mich endlich bei der Singakademie gemeldet und um Termine für ein Coaching gebeten.

Erwachsen sein ist mitunter echt scheisse.

07.05.2014 um 20:23 Uhr

oh oh oh

Ich hab schon Entzugserscheinungen, shiz!

Wie soll ich das bis Ende Mai überleben?!

Gefährlich ist's, das Weib zu wecken...

06.05.2014 um 11:03 Uhr

nachschlag

Aha aha, ich sehe schon, dass die 6-Tagebücher nicht so gefragt sind :p Dabei wirds jetzt langsam spannend, wo er nicht mehr so nervös ist und sich mehr traut! Aber guut, wenn Ihr das nicht hören wollt... ;)

Spass mit Senioren: 

Meine Eltern sind eigentlich erst 53 und 59, man sollte meinen, dass sie noch frisch und flexibel sind und unser jugendlicher Einfluss auf sie wirkt. Ich liebe sie über alles, aber nach 3 Tagen krieg ich das Augenlidzucken. (Und hab übrigens ein total schlechtes Gewissen deswegen!)  Am Samstag waren mein Paps und ich alleine, weil meine Mama arbeiten musste. Mit ihm sind die Tage relativ entspannt, wir sind uns sehr ähnlich und kriegen uns mittlerweile nur sehr selten in die Haare - mehrheitlich weil er nicht so auf seine Gesundheit achtet, wie er sollte. Das gibt dann Diskussionen darüber, warum er mehr Wasser trinken sollte etc. Aber er ist ansonsten relativ locker drauf. Wir holen also meine Mama von der Arbeit ab und gehen Kaffee trinken. Wie immer zahlen sie gleich wenn die Bestellung kommt. Auf den Rappen genau. Jedesmal die gleiche Diskussion. Mein Paps will kein Trinkgeld geben, meine Mama geniert sich etwas, gar nichts dazulassen, also wird um 10Cent gefeilscht und diskutiert, warum nun welcher Betrag angemessen ist. Ich sitze daneben und betrachte eingehend die Tapete. 

Beim Abendessen jammert meine Mutter wieder über ihre Arbeit, über die Kollegen, über die neuen Patienten und ihre unfähigen Chefs. Dabei kann sie mir gut und gerne 3 Mal die gleiche Story erzählen. Mein Paps und ich sitzen also da und gucken uns an, während  meine Mama erzählt. Ich muss noch erwähnen, dass wir fast jeden Abend telefonieren, ich ihre Geschichten also auch so schon gehört habe. Argumente oder Vorschläge will sie nicht hören, sie will einfach abladen, wobei sie zwischendurch wiederholt, dass sie nun schon wieder alles beim mir ablädt und überhaupt. Neu dieses Wochenende: sie schlägt vor, am Sonntag einen Ausflug zu machen und irgendwohin essen zu gehen. 

Es ist Sonntag, es pisst in Strömen und es ist arschkalt. Meine Mama und ich würden gerne zuhause bleiben, mein Paps ist aber Feuer und Flamme für die Ausflugsidee, also packen wir die Winterjacken und fahren ein Stück ins Oberland, wo das Thermometer nur noch 6 Grad anzeigt. Es geht ein eisiger Wind, man will aber spazieren. Man spaziert - ich gehe ins Auto zurück und schlafe noch ne runde. Danach essen wir. Jedesmal ein Highlight. Mein Papa will das Fettigste auf der Karte, darf er aber nicht haben. Man diskutiert, man schmollt, man bestellt ein Zwischending. Das Zwischending kommt mit einer riesigen Kräuterbutterladung drauf. Meine Mama will, dass mein Paps mindestens die Hälfte der Butter wegtut, er wird wütend und verstreicht die gesamte Butter aufs Fleisch. Ich betrachte eingehend die Tapete.

Bitte dieses Vorgehen wieder beim Dessert und beim Nachmittagskaffee wiederholen. 

Wieder zuhause mache ich mich langsam für die Rückfahrt in meine Stadt bereit; davon ausgehend, dass die beiden nun siesta machen oder zumindest chillen. Sie wollen aber mit. Also verschiebe ich meine kurzfristige Abreise um eine halbe Stunde, weil ich den Zug nun sowieso nicht mehr erwischen würde mit den beiden im Schlepptau. Wie das so ist, stehen wir dann aber ne halbe Stunde zu früh am Bahnhof rum, weil sie nicht auf meine Hinweise hören, nicht so schnell zu laufen, wir hätten ja Zeit -.- 20min vor Abfahrt wollen sie schon aufs Gleis mit mir und warten, bis der Zug kommt und abfährt. Mir reisst der Geduldsfaden und ich bitte sie, doch nun einfach die paar Besorgungen zu machen und mir nicht auf dem Nacken zu sitzen. Man tut verständnisvoll, ist insgeheim aber beleidigt ;) Und ich hab wieder ein schlechtes Gewissen, das ich später mit einem Anruf wieder beruhige. 

Von den Flugtickets (ich bin auch Reiseveranstalterin, Krankenschwester, Sekretärin, Verwalterin, Psychologin...) und der Autovermietung und wie ich das alles zum hundersten Mal erkläre, erzähle ich mal nicht. Ich bin nur froh, flieg ich nicht mit ihnen sondern ein paar Tage später, sonst müsst ich ein paar Valium einwerfen Oo

 

Der Meinige:

Der Plan ist, die beiden Ferienwochen zu nutzen um mir Gedanken über das weitere Vorgehen zu machen. Ich hab dort kein WLAN, bin nur über Handy erreichbar und da wir nie telefonieren, weil er immer zu geizig war, werd ich meine Ruhe haben. Der Urlaub in Italien war schön, wir haben viele schöne Dinge gesehen und es war tatsächlich auch lustig, aber da war immer diese Barriere. Er hat zwar versucht, mir näher zu kommen, hat es aber auch nicht hinterfragt, als ich mich dabei zurückgezogen habe. Warum fragt er nicht, was los ist? Das Weekend in Malle hat einer seiner Kollegen organisiert, wir wären zu 8 in der Villa einer der Teilnehmer. Nach meinem Urlaub werd ich das Gespräch suchen.

 

Surferboys Fremdknutscherei:

Ich bin natürlich nicht erfreut, mein spanischer Stolz würde ihm am liebsten die Eier abreissen; so ne heisse Braut wie mich kriegt der eh nie wieder - und das ist ihm selbst klar, fragt er mich doch ständig ob ich neue Bekanntschaften mache und bittet mich beim letzten Treffen, ihn bitte nicht einfach fallen zu lassen, wenn ich jmd anderes kennen lerne. Aber: Er ist der erste Mann, der in dieser Hinsicht ehrlich zu mir war. Hätte er nicht tun müssen, wir haben bisher keine Spielregeln aufgestellt und sind uns in dieser Hinsicht nichts schuldig. Gleichzeitig bin ich ja auch nicht in der Position, Ansprüche zu haben. Ich glaube ihm jetzt einfach mal, wenn er es als Ausrutscher bezeichnet und es ihm Leid tut; und wie gesagt, wer im Glashaus sitzt.... Wir haben uns nun geeinigt, solange wir was haben, keine anderen Dinge zu drehen. Er ist kein Arsch, soviel ist sicher. Er ist seit einem knappen Jahr single, war davor 8 Jahre mit einer Kollegin aus seinem Turnverein zusammen und ist nun in dieser Achterbahn-Phase, wo er einerseits alles v*geln möchte, was bei 3 nicht aufm Baum ist, andererseits aber eine feste Freundin vermisst. Er ist total verpeilt, aber dabei überraschend verwantwortungsvoll seinen Schülern gegenüber; er leitet die Jugendgruppe seines Turnvereins und trainiert selbst für nationale Wettkämpfe, nebst seiner Ausbildung zum Grundschullehrer. Was will ich von ihm? Ein paar abwechslungsreiche Stunden und Ehrlichkeit. Das hat er bisher erfüllt. Obs mehr wird, kann keiner sagen; für mich stimmt es im Moment so, wie es ist. Er gefällt mir sehr gut, keine Frage. Ich verfalle nach den Sexkapaden auch regelmässig in Schwärmerei. Aber obs seinetwillen ist oder weil er der krasse Gegenpol zum Meinigen ist? Das finde ich vielleicht auch in den beiden Wochen in der spanischen Pampa heraus. 

05.05.2014 um 16:42 Uhr

Was für ein Weekend

-24h geilster 6 mit dem Surferboy, der aus Gründen denkt, ich sei nunmehr single

-Eine neue, hochinteressante Bekanntschaft via App gemacht, 29, selbständig, in meiner Stadt

-Spass mit Senioren bei meinen Eltern

-Surferboy knutscht im Suff fremd und beichtet es sofort

-Der Meinige bucht uns ein Weekend auf Malle

-Auf Arbeit nerven mich alle sondergleichen

-Nächsten Montag flieg ich 2 Wochen nach hause

 

Bedarf irgendwas weiterer Klärung?