just another weblog

11.04.2014 um 18:07 Uhr

show me...your town

Der Zug fuhr los und mir schlug das Herz bis zum Hals. "Reiss dich zusammen Mädel", dachte ich. "Wir treffen uns nur zum Kaffee, da ist nix bei; du hast schon mehr Typen getroffen, Himmelarsch!" Das half nur mässig, die Aufregung blieb und später sollte er mir beichten, dass er auch ziemlich nervös war...

Die Fahrt dauerte gar nicht lange, ne knappe halbe Stunde und ich befand mich fast an der Grenze zu D. Die letzten Meter fuhr der verdammte Zug im Schneckentempo und ich warf mir n Kaugummi in den Mund...beim Kauen ist die Wahrscheinlichkeit kleiner, vor Aufregung komische Gesichter zu machen. 

Der Zug hielt endlich an, ich stieg aus und stand in der warmen Luft, helles Sonnenlicht; ich setzte meine Ray*Ban auf die Nase und stöpselte meinen Player und damit Pink*Floyd aus. Ich schaute mich um - der Bahnhof war um die Zeit angenehm verlassen - und so sah ich den Lockenkopf auf mich zusteuern...

Typ Skaterboy...Dunkle Sonnenbrille, Karohemd, Jeans, Converse, dunkle Locken, gepflegtes Bärtchen und ein unbeschwertes Lächeln...so kam er auf mich zu und ich wusste sofort: Meins! 

Er druckste rum, dass er mir die Stadt das Städtchen zeigen wolle, sei zu Fuss gut machbar...wir liefen also los, durch enge Gässchen mit kleinen Läden zur Stadtburg hoch, von wo aus die Umgebung zu sehen war. Es zog uns aber schnell durch das rebenbepflanzte Hügelchen runter zum Fluss. Unterwegs kauften wir Radler und Brötchen und setzen uns ans Ufer. 

Wir haben viel gelacht, er erzählte viel von sich - er redete überhaupt total viel -, von seiner Ausbildung und seinem Leben. Wir scherzten und berührten uns immer wieder ganz zufällig oder neckend im Gespräch. Dann eröffnete er mir, dass wir die ganze Zeit vor seinem Haus - ja, er bewohnt ein Haus mit Garten mit 2 Mitbewohnern - sassen...ob ich den mal reinkommen wolle und er mir eine Hausführung geben dürfe. 

"Du darfst mir noch ganz andere Dinge geben, chérie", dachte ich bei mir und nickte. 

Das Häuschen hatte was Verträumtes, trotz des herrschenden Männerchaos...verwinkelte Räume, das alte Holzgerüst war schön in die neuen Wände eingefügt worden, überall lagen Bücher und CD's rum, und viele Pflanzen...sein Zimmer war leicht abgedunkelt, durch die hölzernen Fensterläden fiel das Sonnenlicht in Streifen auf die Einrichtung...Tisch, Regal voller Ordner, Flaschen, Erinnerungen aus Reisen, das grosse Bett. Er holte was zu trinken während ich leicht verlegen am Schreibtisch lehnte und guckte, was es alles zu entdecken gab...ein weisses Snowboard stand in der Ecke, davor eine Gitarre...ein Skateboard, ein Riesenposter mit alten, farbigen VW Bussen mit Surfbrettern auf dem Dach.

Er liess mich gucken, während er sich auf den Bürostuhl setzte und mich anschaute. Als sich unsere Blicke trafen, legte er seine Hände auf meine Hüften und zog mich langsam zu sich...

Er küsste mich. Ganz sanft zuerst. Seine weichen Lippen und seine Zunge schmeckten nach Pfefferminze und Himbeeren vom mitgebrachten Getränk. Seine Finger fuhren den Saum meines Shirts nach, bis er (endlich!!!) darunter fasste und meinen Rücken hochfuhr, während er sich aufrichtete um mich besser halten zu können. Derweil knöpfte ich sein Hemd auf...

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. lousalome schreibt am 11.04.2014 um 19:28 Uhr:Oh lala!! :-)
  2. argh schreibt am 12.04.2014 um 11:30 Uhr:rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr...*miau*
  3. Rosa26Maus schreibt am 12.04.2014 um 12:42 Uhr:Weiter! :-D
  4. trinidad schreibt am 13.04.2014 um 00:06 Uhr:@argh: Oo Sie sagen es...

Einloggen zum Kommentieren:

Hinweis: viele Funktionen von blogigo (z.B. Einträge kommentieren) stehen Dir erst nach einer kostenlosen und unverbindlichen Registrierung zur Verfügung. Hier kannst Du Dich in Sekundenschnelle registrieren.