ungebremst ins Chaos

31.01.2012 um 19:31 Uhr

Durchhänger

Der Januar ist so gut wie vorbei und ich habe gerade so eine Art "null Bock"-Phase. Die Lust am Hausbau ist nach fast zwei Jahren verständlicherweise aufgebraucht und sogar meine so genannte bessere Hälfte ist inzwischen so weit, dass er jetzt Profis ans Werk lassen will.

Zum Lernen habe ich erst Recht keine Lust, aber das hatte ich irgendwie noch nie so richtig, trotzdem raffe ich mich dazu auf, ich will ja schließlich eine verhältnismäßig ordentliche Prüfung schreiben in - ach herrje - sechs Wochen.

Ist schon komisch, dass diese Phase immer am Anfang eines Jahres kommt - wobei es vielleicht daran liegt, dass man ja meistens im Dezember so unter Stress steht wegen dem ganzen Weihnachtsbrimborium.

Ein bisschen Spaß hatte ich allerdings am Wochenende, da waren wir nämlich im IKEA zum Möbel aussuchen. Es hätte allerdings mehr Spaß gemacht, wenn mein Freund nicht dabei gewesen wäre. Je älter ich werde, umso mehr denke ich, dieses schwedische Möbelhaus ist eigentlich nur für Frauen gemacht. Und für Kinder - als Kind war ich so gerne im Smaland-Bälleparadies Fröhlich. Ich kenne auch nur einen Mann (und ich habe viele Männer in meinem Bekanntenkreis) mit dem ein Bummel durch Ikea Spaß macht.

19.01.2012 um 18:00 Uhr

Woche 3

von: blacksheep   Kategorie: was mich betrifft

Ich befinde mich gerade mitten in Woche 3 meiner "Diät", wobei ich es selbst nicht als solche bezeichnen würde. Eine Freundin von mir hat von ihrer Ärztin eine Art 14-Stufen-Plan an die Hand bekommen, weil sich ja nur extrem reiche dicke Frauen Weight Watchers leisten können und wir Probleme mit dem Zählen jeglicher Art von Lebensmitteln, Fettpunkten oder was auch immer haben (dabei denkt man immer nur daran, was man noch oder besser nicht mehr essen darf/muss und man soll ja nicht ständig ans Essen denken). Naja, jedenfalls kann man sich das Ding kostenlos im Internet anlesen (was mich per se schon skeptisch macht, weil man ja nie weiß, wie qualifiziert das ist - aber wenn eine Ärztin meint, dass es zumindest nicht schaden kann...).

In Woche 1 fand nicht viel mehr als eine Bestandsaufnahme statt. Wiegen (deprimierend), Umfang messen (sehr deprimierend) und aufschreiben warum man eigentlich abnehmen will (es gibt Gründe, für die man sich schämen sollte - das dachte ich, nachdem ich fertig war. Ich kann so verdammt oberflächlich und egoistisch sein.)

In Woche zwei ging es darum, dass man sich abgewöhnt ständig zu essen. Es gibt ab sofort nur noch drei Mahlzeiten am Tag und keine Naschereien zwischendurch. Und natürlich möglichst gesunde Sachen und nicht gleich tonnenweise.

Jetzt bin ich also in Woche drei, in der die Zusatzaufgabe "viel Trinken" lautet. Wenn man bislang zwar 1,5 Liter geschafft hat, die aber nur aus Cola Zero und Kaffee bestanden haben ist es verdammt anstrengend, auf 3 Liter am Tag hochzufahren und möglichst viel Wasser zu trinken. Vor allen Dingen wenn man, wie ich, Wasser eigentlich nur nach dem Sport trinkt oder wenn absolut nichts anderes da ist.

Um mich nicht zu überfordern habe ich also erstmal auf Apfelschorle (1 Teil Saft, 9 Teile Wasser - nur damit ein bisschen Geschmack drin ist) umgestellt (auch mal ein Glas O-Saft oder Cola ist erlaubt) und schaffe nun immerhin schon 2-2,5 Liter. Ob es was bringt, außer das man ständig zur Toilette rennen muss, wird sich dann hoffentlich am Sonntag bei der wöchentlichen Wiegung zeigen. Mein Erfolg der letzten Woche, wenn man es denn so nennen will, waren 400g weniger.

An die drei Mahlzeiten habe ich mich schon fast gewöhnt, wobei es natürlich hart ist, wenn man sich abends auf dem Sofa herumlümmelt, fernsieht und die bessere Hälfte sich am laufenden Band Kekse reinschaufelt...

Irgendwie wird's schon gehen.

Fröhlich

11.01.2012 um 22:14 Uhr

Was habe ich eigentlich vor?

von: blacksheep   Kategorie: Gedanken

Das neue Jahr ist schon elf Tage alt und ich habe bislang noch keinen einzigen Vorsatz für dieses Jahr schriftlich festgehalten, so wie ich es sonst meistens schon so gegen Weihnachten tue. Im Grunde genommen liegt es daran, dass ich mir nicht sicher bin, wie ich meine Vorsätze formulieren soll. Ja, sicher gibt es jetzt Menschen die sagen "och nö, das mit den Vorsätzen ist doch eh bescheuert, die meisten hält man sowieso nicht ein", aber auch wenn ich selbst zu den Menschen gehöre, die sich eigentlich ständig neue Vorsätze nehmen und daran irgendwie scheitern, das heißt ja nicht, dass man es nicht wenigstens mal versuchen sollte. Oder mal öfter.

Zumindest einen Vorsatz habe ich im letzten Jahr umgesetzt: mehr Sport. Okay, eine Stunde Schwimmen in der Woche ist nicht viel und objektiv betrachtet ist es auch nicht mehr Sport als vorher, da unser Handballtraining sich auf einmal in der Woche reduziert hat, aber immerhin bewege ich mich. Aber in diesem Jahr muss es mehr werden definitiv.

Kommen wir zu Vorsatz Nr.2, einem Vorsatz den sicher viele kennen und selbst schonmal gefasst haben, nämlich dem "Ich nehme jetzt ab"-Vorsatz. Meine Waage zeigt schon wieder Zahlen an, bei denen mir ganz anders wird und die Phasen, in denen mich das stört werden länger und kommen häufiger durch. Das Gute ist, dass ich in diesem Jahr nicht allein bin. Meine Schwester beteiligt sich, weil sie bis nach den Sommerferien den Rest ihrer Schwangerschaftskilos loswerden will. Ich glaube, es sind etwa zehn. Also habe ich die zehn Kilo ebenfalls als Ziel (zumindest für den Anfang, man soll ja nicht übertreiben).

Bleibt noch Vorsatz Nr.3, der schwierigste von allen: mehr Ehrgeiz entwickeln. Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich das machen soll und ich bin mir nicht mal sicher, ob das möglich ist oder ob bei mir schon Hopfen und Malz verloren ist. Aber mal ehrlich, wie soll denn aus jemandem, der eigentlich irgendwie zufrieden ist und dessen Leben doch recht erträglich vor sich hinplätschert (jedenfalls meistens) zu einem disziplinierten und zielstrebigen Teilzeitkarrieristen werden? Vielleicht sollte ich mich mal umhören und mir jemanden als Bonbontüte organisieren (also als jemanden, der mich belohnt wenn ich meine Teilschritte abhake). Hat als Kind immer ganz gut geklappt.

Wir werden sehen was das Jahr so bringt.

 

07.01.2012 um 00:29 Uhr

Geschichtsseminar - leider kein Histotainment...

von: blacksheep   Kategorie: und sonst?

Zur Zeit bin ich auf einem Geschichtsseminar für mein Studium was ich mir hätte schenken können wenn es die Umstellung des Studiengangs ein Semester früher gegeben hätte - oder ich ein Jahr später angefangen hätte zu studieren. Aber wie auch immer, wenn ich dieses Modul jetzt nicht abschließe, war ein Semester für die Tonne und das muss ja auch nicht sein.

Geschichte habe ich schon in der Schule gehasst, spätestens ab der neunten Klasse, als das Thema "Hitler/2.WK/Holocaust" noch immer nicht abgeschlossen war, was sich bis zur 12. Klasse hinzog. Ich glaube, nach meinem 18. Geburtstag war Geschichte das Fach in dem ich die meisten Fehlstunden hatte. Man wird irgendwann kreativ im Ausreden erfinden, die man auf die Entschuldigung schreibt.

Naja, nun bin ich also wieder angekommen. Deutsche Geschichte. Nur gut, dass wir dieses Mal schon im 18. Jahrhundert anfangen, so dass mein Wissen diesbezüglich wenigstens ein wenig erweitert wird.

Wie gesagt, das Seminar...

Als ich ankam dachte ich "super, alte Männer und typische Politikstudenten (Hemd und Pulli drüber, nicht ganz so elitär wie BWLer, aber man siehts irgendwie)" und hoffte auf wenigstens ein oder zwei "coole" Typen. Und als es dann auf die Startzeit zuging, kamen (gefühlt) nur noch Frauen. Ganz großes Kino. Wo ich doch so wahnsinnig gut kann mit Frauen...

Nach der Begrüßung (in der Sparversion bei 30 Teilnehmern) und einer kurzen Einführung gab es gefühlte 3 Stunden (in Wahrheit war es, glaube ich, nur eine) Buchvorstellungen, bei der unser Prof eine ganze Literaturliste abarbeitete (Infodump würde Jochen das nennen, also Dinge, die kein Mensch braucht und wenn, kann er die Liste ja in der Uni-Bib abarbeiten...)

Dann gab es noch ein Beispiel für Quelleninterpretation und schon hatten wir unseren Zeitplan vollends im Eimer, so dass die allgemeine Studienberatung für heute ausfiel. Danach gingen wir noch zu neunt (2 Profs und 7 Studis) los um etwas zu essen. Das erste Restaurant hatte (warum auch immer) geschlossen und nach rund einer halben Stunde Fußmarsch (mit tausend Seiten geballtem Wissen und einem Laptop in der Tasche...) hatten wir dann einen Platz in einem Steakhaus, wo wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.

Jetzt sitze ich also seit einer knappen Stunde in meinem Zimmer in der Bildungsherberge (für 20 Euro pro Nacht in einem Einzelzimmer, wenn auch ohne Frühstück, eine echte Luxusunterkunft - im Hostel gibts dafür ein Bett in einem 8-Mann-Zimmer) und surfe herum was viel schneller geht als zu Hause (ich glaube, ich muss doch noch umziehen...) und da ich noch nicht so richtig müde bin werde ich mir wohl gleich noch eine Folge "The OC" reinziehen bevor ich mich schlafen lege.

Und morgen gehts dann weiter, da werden die 1000 Seiten Semesterlektüre im Schnelldurchlauf durchgekaut - herzlichen Glückwunsch. 

Hoffentlich habe ich bis dahin nicht vergessen meine Kommilitonin aus New York (Fernstudium kann sooo interessant sein) zu fragen, ob man amerikanische DVDs auf deutschen PCs abspielen kann...

Ach ja, ich habe ein neues Wort gelernt: "Histotainment" - was es so alles gibt...

01.01.2012 um 12:41 Uhr

Mal wieder ein neues Jahr...

von: blacksheep   Kategorie: und sonst?

Kaum zu fassen, es ist mal wieder so weit. Erster Januar, ein neues Jahr hat begonnen. Kaum zu fassen wie lange ich mich hier schon rumtreibe, auch wenn ich früher etwas fleißiger mit dem Schreiben war.

Gestern hatten wir die erste Party in unserem neuen Haus. Der Vorteil an einem unmöblierten Wohnzimmer ist, dass man problemlos dort Partys feiern kann, weil man nicht erst alles um- oder ausräumen muss bevor die Partytische dort Platz haben. Voll ätzend ist allerdings, dass die Leute sich weder an- noch abmelden wenn sie zu einer Party eingeladen sind, was bedeutet, wenn man 25 Leute eingeladen hat und man am Ende nicht mal zu zehnt ist, hat man lange was von der Suppe...

Aber gut, wir sind jetzt zumindest für die nächsten gefühlten 20 Jahre durch mit Silvesterpartys ausrichten. Ehrlich gesagt, bin ich auch nicht so ein Fan von zwanghaften Partys. Vor allen Dingen nicht, wenn sie bei mir stattfinden. Wenn, dann gehe ich lieber irgendwohin wo ich wieder gehen kann, wenn ich keinen Bock mehr habe (wobei das an Silvester ja auch nicht geht, weil man da ja mindestens bis kurz nach zwölf bleiben muss, ähnlich Geburtstagen in die man reinfeiert) und nicht beten muss, dass meine Gäste endlich verschwinden.

Wie auch immer, das Wohnzimmer ist wieder im Urzustand, Anneliese (meine Spülmaschine) spült fleißig und ich habe meinen typischen Neujahrsdurchhänger. Eigentlich sollte ich in einer Stunde mit den anderen beim Neujahrsrundgang sein, aber auf schon wieder saufen habe ich nicht so wirklich Lust, auch wenn es im letzten Jahr recht lustig war.

Ich werde es mir gleich im Wohnzimmer gemütlich machen (den Ofen habe ich vorhin auch schon angeheizt) und mir "The OC" (lief in Deutschland als OC California) ansehen. Bin gestern bis Folge 5 gekommen und das meiste habe ich sogar verstanden. Nebenbei muss ich mich noch ein bisschen in die Deutsche Gechichte vertiefen weil ich nächstes Wochenende ein Seminar habe und immer noch glaube, dass ich mindestens 600 von den 1000 Seiten, die ich bis jetzt gelesen habe, nicht bei mir angekommen sind. Also noch mal lesen und dieses Mal Notizen machen. Bin immer noch auf der Suche nach einem optimalen Lernergebnis, aber wenn das so weiter geht, werde ich vor meiner Bachelorarbeit sitzen bevor ich es herausgefunden habe Fröhlich

Ansonsten ist es jetzt mal wieder Zeit, rückwärts zu zählen. Noch 52 Tage bis zu meinem nächsten Konzerttrip. Dieses Mal geht es in die Niederlande, wo meine Lieblingsfinnen von Sunrise Avenue für schlappe 15 Euro spielen. Billiger ging nur noch in Paris, aber das ist a) zu weit weg und b)wohnen da einfach zu viele Franzosen.

Also dann, einen erholsamen 1.1. euch allen. Ich geh dann mal Geschichte lernen...