ungebremst ins Chaos

22.08.2017 um 20:14 Uhr

Flohmarkt

von: blacksheep   Kategorie: und sonst?

Seit zwei Jahren planten meine Schwester und ich einen Flohmarktbesuch. Also, als Verkäufer, und in diesem Jahr haben wir es tatsächlich geschafft uns dort aufzustellen. Eine Freundin hat sich noch angeschlossen, so dass wir am Ende zu dritt unseren "Krempel" auf drei Ständen nebeneinander anboten.

Was mich an diesem Verkäuferdasein auf dem Flohmarkt so nervt ist, dass man da so verdammt früh aufstehen muss. Ich verstehe ums Verrecken nicht, wer auf die bescheuerte Idee gekommen ist, dass man schon um 7 Uhr den Stand aufbaut wenn der offizielle Beginn erst um 11 Uhr ist. Oder wieso man über selbigen Flohmarkt schon Stunden vor der Eröffnung läuft um nach Schnäppchen zu suchen.

Da ich gerade wegen meiner Rückenprobleme krank geschrieben bin, habe ich  meine Zeit zu Hause sinnvoll genutzt un mich an die Nähmaschine gesetzt und ein paar Kindermützen produziert, die ich neben meinem sonstigen Kram mit zum Flohmarkt genommen habe. Ich war fest davon überzeugt, dass ich total viel Zeugs zum Verkaufen habe, weil ich zwischendurch schon immer Kartons bei meinem Vater zwischengelagert hatte, aber beim Aufbau musste ich ziemlich lange warten, da meine Schwester 3/4 des geliehenen Anhängers mit ihrem Zeug vollgepackt hatte und meins natürlich ganz hinten stand... Es war mir schon etwas unangenehm, dass die anderen für mich die Kisten schleppen mussten (schwere Sachen heben und tragen sind ebenso unmöglich wie schnelle Bewegungen usw.) aber es ging ja nicht anders.

Das Wetter meinte es gut mit uns. Es war anfangs zwar etwas frisch, aber dann gab es strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Bis zur schwarzen Wolke. Es fielen drei Tropfen und schon im nächsten Moment kam ein ordentlicher Schauer - zum Glück hatten wir uns sicherheitshalber mit Abdeckfolien ausgestattet, so dass wir unsere Stände vor Wasserschaden schützen konnten. Ich bin dabei natürlich einigermaßen durchgeweicht. Keine schnellen Bewegungen und so... Danach wieder strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, als wäre nichts gewesen. Irgendwann wieder eine schwarze Wolke. Die haben wir aufmerksam beobachtet und beschlossen, den ersten Stand abzubauen. Ich hatte bis dahin ohnehin das meiste verkauft, so dass mein Zeug fix verstaut war. Dann wurden die anderen zwei Stände abgedeckt - gerade rechtzeitig vor dem nächsten Schauer. Danach haben wir dann allerdings beschlossen, Feierabend zu machen.

Insgesamt hatten wir aber einen tollen Tag - besonders Patenkind Nr.3 - der hat nämlich am Stand nebenan ein riesiges Piratenschiff entdeckt was ein Freund der Familie ihm dann gekauft hat. Kulleraugenbonus... Ich selbst bin gar nicht dazu gekommen, über den Flohmarkt zu bummeln, habe aber später zu Hause die Stephen King Bücher aus dem Karton meiner Schwester in meinen Besitz gebracht. Und obwohl wir den Eindruck hatten, dass die Geschäfte eher schleppend liefen, so brachte der Kassensturz am Ende doch ein recht zufriedenstellendes Ergebnis. Mein "Stundenlohn" lag deutlich über dem Mindestlohn und dazu bestimmt 75% meines Krempels weg. Unseren Restbestand haben wir in der Garage meines Vaters nochmal durchsortiert - in Müll und "nächster Flohmarkt" - nächstes Mal reicht ein Stand. Es sei denn, wir sammeln bis dahin noch :)

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 23.08.2017 um 09:48 Uhr:Wieder ein Schritt in Richtung leichtes Gepäck.
    Loslassen kann so guttun. ;)

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