Z.ART

29.03.2006 um 19:58 Uhr

METAMORPHOSE


Musik: David Bowie - Life on Mars

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Keines von allen Dingen vergeht und keines entsteht,
was nicht auch schon vorher vorhanden war.
Indem sie sich aber mischen und trennen,
verändern sie sich.

 

@ Anaxagoras (499 - 427 v. Chr.)
Bildquelle: www.digicamfotos.de

 

 

29.03.2006 um 10:01 Uhr

AUS EINS MACH TAUSEND

 

Musik: Toto – Hold the line

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Jeder sieht etwas anderes.

 

@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt

 

 

 

26.03.2006 um 15:43 Uhr

HINGABE

 

Musik: Peter Green – Just for you

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Schließ deine Augen
lass dich geschehen
öffne dich tiefer
gib dich mir hin

 

 

Quelle: H. Ch. Neuert
dt. Aphoristiker und Lyriker



26.03.2006 um 15:16 Uhr

UNENDLICH


Musik: Peter Green – A fool no more

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Wenn da ein Felsblock wäre aus einer einzigen Masse,
eine Meile lang, eine Meile breit, eine Meile hoch,
ungebrochen, ungespalten, unzerklüftet, und es würde
alle hundert Jahre ein Mann kommen und den Felsen
mit einem seidenen Tüchlein einmal reiben,
so würde doch der aus einer einzigen Masse bestehende
Felsblock eher abgetragen sein und verschwinden
als eine Welt.

Das ist die Dauer einer Welt!

Solche Welten sind viele da gewesen.

 

aus dem Buddhismus

 

 

25.03.2006 um 14:17 Uhr

WILD GEKÜSST

 

 

Der Himmel war stahlblau, kein Wölkchen vermochte
den Blick der Sonne zu trüben. Ach, wie freute ich mich,
von deren Strahlen liebkosen zu lassen, meinen Schiurlaub
so richtig zu genießen. Doch der Schein war trügerisch!
Ich, ungestüm wie noch nie, preschte talabwärts und
alsbald heftete sich ein gar rauer Geselle anbei. Ja, der

eisige Fahrtwind nahm mich in Beschlag, versuchte mich
zu packen, meine unbändige Lust zu bremsen.

Er drang durch die wohlig-warme Daunenjacke, krallte
sich in meine Haut, zerschnitt scharf mein Gesicht und
küsste mich wild und unbeherrscht auf den Mund. Die

Lippen quollen auf und bluteten.

 

Oh, mit dem hatte ich wahrlich nicht gerechnet. Da war
keine Sanftheit zu spüren, nur lodernde Wildheit.
Anfangs, total dieser Unberechenbarkeit ausgeliefert,
tränennass mein Gesicht ob dieser Grobheit, kam ich

tags darauf zur Einsicht: je mehr ich mich dagegenstellte,
den eisigen Klauen entfliehen wollte, desto unwirscher
und fordernder wurde der unsanfte Geselle. Zwischendurch
einmal zu pausieren, von den Sonnenstrahlen, die ja zu
genüge vorhanden - zu tanken, ja das machte den
Fahrtwind etwas sanftmütiger. Ich vermochte ihn ein wenig

zu dosieren, konnte ihn aber nicht ausbremsen.

 

Das wollte ich auch gar nicht, denn der Fahrtwind hatte
mir seine Kraft gezeigt, mich empfinden – spüren lassen …

@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt

 

24.03.2006 um 12:30 Uhr

ROT AUF ROT

 

hautnah
rot auf rot
weich
lippenwarm

 


 

schmelzen süß
im Zungenschlag
schlingen sich
durchs Mundgeflecht
nimmt sich Atem
tief und heiß



@Markus Prem, österr. Erdwissenschafter
Bildquelle: unbekannt

 

 

24.03.2006 um 08:05 Uhr

SEHNSUCHT

 

Musik: Katie Melua – I cried for you

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Ich bin ausgehungert
sehne mich nach Dir
mit jeder Faser meines Herzens!
Komm und wärme mich
berühr mich
hülle mich ein!


Lass mich dich spüren!

@zartgewebt

 

 

 

24.03.2006 um 08:01 Uhr

WÄRME


Musik: Norah Jones - Sunrise

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Im Nest der Sonne
wachsen den jungen Strahlen
wärmende Flügel

 

Quelle: Galerie www.klaus-ender.de/

 

 

24.03.2006 um 00:23 Uhr

SCHÖNHEIT


Musik: Kate Bush - Somewhere in between

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Mir tränt das Herz, ob deiner Schönheit!

@zartgewebt

 

Bildquelle: unbekannt

 


24.03.2006 um 00:21 Uhr

DUFT

 

Musik: Kate Bush – Prologue

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Lass mich dich berühren,
deinen Duft in mich aufnehmen

 

@zartgewebt
Bildquelle: unbekannt

 

 

23.03.2006 um 17:11 Uhr

EIN AUGENZWINKERN LANG


Musik: Kate Bush – Aerial Tal

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Ist es möglich, ein intensiv erlebtes Gefühl
jederzeit wieder abzurufen?

 

Ich hatte einmal das Glück, eine Blaumeise direkt von
meiner Hand aus füttern zu können. Dieses zarte Geschöpf
auf meiner Haut zu spüren, die spitzen Krallen sich
um ein bis zwei Finger klammernd, löste ein enormes
Glücksgefühl in mir aus. So intensiv, dass, wenn
ich heute daran denke, unwillkürlich den Atem anhalte,
um mich ganz innig diesem eingefangenen Moment hinzugeben.

 

Ein Augenzwinkern lang
berührten wir uns,
Flügelschlag der Herzen,
flüchtige Verbundenheit,
Paradiesvogel auf Durchreise.

 

Fotoquelle: www.digicamfotos.de/