MUSIK: Erik Satie – Gymnopedie no. 1
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Bildquelle: Gerhard Fürst
Rainer Maria Rilke hat in einem Gedicht seiner
Vorstellung Ausdruck gegeben, dass Gott jedem
Menschen, bevor er ihn in die Nacht dieser Welt
hinausschickt, ein Wort mit auf den Weg gibt.
Und dieses Wort lautet:
„Von deinen Sinnen hinausgesandt,
geh bis an deiner Sehnsucht Rand,
gib mir Gewand“.
Dem Menschen ist die Sehnsucht ins Herz
gesenkt. Sie treibt ihn hinaus in diese Welt,
um ihre Schönheit zu entdecken.
Ein Weg, Sehnsucht bis an unseren Rand zu
gehen, ist die Musik. Die Musik lässt die
Sehnsucht hörbar werden. Und nur wenn die
Sehnsucht Ausdruck findet, ist sie heilsam.
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Martin Heidegger sagte einmal:
„Hören führt in die Geborgenheit.“
Durch die Musik entsteht ein Raum der
Geborgenheit, in dem wir wohnen können.
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Wer so in seiner Sehnsucht wohnt, der spürt,
dass die Sehnsucht sein Herz weit macht,
dass er eine neue Form von Lebendigkeit
in sich entdeckt.
Beim Hören wunderbarer Musik, können
wir das Geheimnis spüren, nach dem sich
unsere Seele sehnt.
Musik bringt
das erstarrte Herz zum
Klingen und Tönen!
Quelle: Auszug aus einem Buch v. Anselm Grün
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