Ab und zu benötigt ein Raum eine neue Optik. Oftmals ist es vorteilhaft, wenn nicht die gleiche Tapete erneut ausgesucht wird. Durch eine neue, passende Tapete erhält ein Raum ein ganz neues Ambiente. Wenn eine Rauhfasertapete gewählt wird, kann diese individuell mit der Lieblingsfarbe angestrichen werden. Bevor mit dem Tapezieren begonnen werden kann, muss also zuerst die richtige Tapete ausgewählt werden. Auch das Zubehör wie Tapeziertisch, Tapetenmesser, Quast, Zollstock, Bleistift, Kleister inklusive Eimer, Besen und Tapezierschiene sollten griffbereit sein. Auch eine Leiter sollte zur Verfügung stehen, da die Tapeten sonst nicht sauber an der Kante zur Decke angelegt werden können. Die geeigneten Artikel aus dem Malerbedarf und das richtige Werkzeug zum Tapezieren (siehe dazu: https://heimwerker-themen.de/) sind die Grundlage für ein gelungenes DIY Projekt.

Schritt für Schritt eine Raufasertapete anbringen

Beim Kaufen einer Rauhfasertapete sollte immer darauf geachtet werden, dass die richtige Anzahl an Rollen gekauft wird. Für den jeweiligen Bedarf sind Raumumfang und Raumhöhe sehr wichtig. Anders als bei einer Mustertapete haben Rauhfasertapeten den Vorteil, dass nicht so viel Verschnitt anfällt. Beim Ausmessen eines Raumes müssen die Türen und Fenster genau ausgemessen werden. Beispiele für die richtige Anzahl an Tapetenrollen, bei einer Standardrolle von 33,5 m x 0,53 m:

  • Raumumfang 6 m, Raumhöhe 2,10 m – 2,35 m = 3 Rollen
  • Raumumfang 6 m, Raumhöhe 2,40 m – 3,05 m = 4 Rollen
  • Raumumfang 6 m, Raumhöhe 3,10 m – 4,00 m = 5 Rollen
  • Raumumfang 18 m, Raumhöhe 2,10 m – 2,35 m = 9 Rollen
  • Raumumfang 18 m, Raumhöhe 2,40 m – 3,05 m = 11 Rollen
  • Raumumfang 18 m, Raumhöhe 3,10 m – 4,00 m = 15 Rollen

Vorbereitung ist das A und O

Vor dem Tapezieren sollte der Untergrund gründlich vorbereitet werden. Ansonsten würden die neuen Tapeten nicht so gut halten, da die alten Farbreste sich durch den Kleister lösen und keine ausreichende Haftung bieten. Aus diesem Grund sollten alle Farb- und Tapetenreste vom Untergrund entfernt werden. Bei einer Trockenbauwand sollte besonders aufgepasst werden. Wenn die Grundierung zum Beispiel bei einer Gipskartonwand vergessen wurde, dann wird sich die neue Tapete kaum noch vom Untergrund lösen lassen, falls eine neue Renovierung notwendig wird. In diesem Fall würde sich die Tapete ganz fest mit der Papierschicht des Gipskartons verbinden. Beim Ablösen würde sich die ganze Oberfläche lösen und somit der Gips freigelegt werden. Um eine Tapete leichter vom Untergrund lösen zu können, bietet es sich an, diese vorab mit einer Wasserspritze zu befeuchten. Wenn das Wasser in die Tapete eindringt, lässt sie sich wesentlich besser lösen.

Vor dem Tapezieren – Wände verputzen

Bohrlöcher in den Wänden sollten vor dem Tapezieren verputzt werden. Nach dem Verputzen muss die Wand einige Zeit putzen. Nach der Trocknung kann mit dem Ankleben der Tapeten begonnen werden. Zuerst werden die Bahnen mit einem Zollstock auf dem Tapeziertisch zugeschnitten. Danach wird gleichmäßig der Kleister aufgetragen.

Danach werden die Bahnen vorsichtig zum Durchziehen des Kleisters zusammengelegt. Die eingekleisterten Bahnen sollten zu 2/3 und 1/3 gefaltet werden. Die Einwirkzeit dauert je nach Raufaserart zwischen 10 und 15 Minuten. Auf keinen Fall sollte die Tapete festgedrückt oder glatt gestrichen werden, sonst könnten sich Knicke in den Bahnen bilden. Viel besser ist es, wenn weiche Schlaufen gelegt werden. Nach dem Einweichen werden die Bahnen gerade an der Wand angeklebt. Mit einer Tapezierbürste lässt sich der Kleister gleichmäßig verteilen und die Luft wird automatisch aus der Tapete gebürstet. Wenn die Tapete in der Länge nicht ganz passend zugeschnitten wurde, kann sie mit Hilfe einer Tapezierschiene und einem Cuttermesser angeglichen werden. Wenn eine Tapete nicht gut haftet, sollte mit etwas Kleister und einem Pinsel das jeweilige Wandstück bearbeitet werden.

Tipps zum Tapezieren

Viele Handwerker verwenden zum geraden Aufhängen der Tapeten ein Lot. Bahn für Bahn wird an der Wand angebracht, wobei die überschüssigen Bereiche, meistens im oberen Bereich, sauber mit einer Tapezierschiene und einem Cuttermesser angeglichen werden. Feuchte Tapeten lassen sich perfekt an die Naht der ersten Tapete anlegen. Dadurch entstehen keine unschönen Lücken. Jede Bahn kann zusätzlich neu ausgelotet werden. Nach dem Tapezieren müssen Türen und Fenster geschlossen gehalten werden. Auch die Heizung muss ausgestellt sein. Andernfalls könnte sich eine hohe Luftfeuchtigkeit bilden, die eine Schimmelbildung begünstigt.

Weiterführende Links

https://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_46341672/richtig-tapezieren-mit-anleitung-und-tipps-kein-problem.html

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