Die Küche wird häufig als Herz eines Zuhauses bezeichnet. Dort spielt sich ein Großteil des Familienlebens ab und die gelungensten Feiern klingen nachts am Küchentisch aus. Damit die Küche ein solcher Wohlfühlort wird und den Alltag erleichtert, ist eine clevere Planung notwendig. Mit diesen 7 Tipps wird die Küche garantiert zum Zentrum des Hauses.

Tipps zur Küchenplanung
Die optimale Küche richtet sich in der Planung nach den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Nutzer und den räumlichen Gegebenheiten.

Die Küche spielt in unserem Alltag eine große Rolle. Ob Hobbygourmet oder Essensbesteller – an der Küche kommt keiner vorbei. Gesunde Ernährung ist die Grundlage für unsere Gesundheit und fängt in der Küche an. Bereit stehendes Obst, eine leckere Auswahl knackiges Gemüse und ein gut bestückter Vorratsschrank tragen dazu bei, dass wir gesünder essen. Arbeitsflächen in der passenden Größe und Höhe erleichtern uns die Zubereitung von frischen Speisen und gesunden Snacks. Ist die Küche mit gekonnter Küchenplanung auf individuelle Bedürfnisse und räumliche Gegebenheiten abgestimmt, erleichtert sie den Alltag.

1. Stil wählen

Die Optik spielt beim Wohlfühlen eine große Rolle. Wer eine Landhausküche liebt, wird sich in einer Hochglanzküche kaum zu Hause fühlen. Mit der Entscheidung für einen Stil fällt die Entscheidung für und gegen bestimmte Materialien. Eine Küche mit glänzenden Türen hat eine Arbeitsfläche aus Stein, Kunststein oder hochwertigem Kunststoff. Die klassische Landhausküche kombiniert natürliche Baustoffe miteinander. Bei der Wahl eines Stils und der Materialien werden Robustheit und Pflegeintensität mitbedacht. Eine glänzende Oberfläche fordert mit Kindern im Haus entweder häufiges Putzen, strenge Erziehung oder das konsequente Übersehen der Alltagsspuren. Auch Haustiere spielen bei der Wahl des Materials und der Griffe eine Rolle. Das Material der Küche sollte stets zur aktuellen Lebenssituation passen.

2. Tageslicht nutzen und gut beleuchten

Bei der Planung einer Küche spielen die Fenster eines Raums eine große Rolle. Die Initiative Tageslicht warnt vor zu wenig Tageslicht in deutschen Häusern im internationalen Vergleich. Waschbecken und Arbeitsfläche befinden sich üblicherweise in der Küche unter Fenstern. Das spart Strom und schont die Augen. Wenn es der Raum zulässt, können Fensterflächen im Rahmen der Küchenerneuerung vergrößert werden. Hochgesetzte und lange Fenster machen eine Küche heller, ohne Arbeitsfläche wegzunehmen. Arbeitsflächen müssen zu jeder Tageszeit nutzbar sein. Gute Beleuchtung durch Spots ist in einer Küche sinnvoll. Eine angenehme Stimmung für gemütliche Abende am Küchentisch schaffen beleuchtete Vitrinen.

3. Passende Höhe nutzen

Eine genormte Küche orientiert sich hinsichtlich ihrer Arbeitshöhe an einem durchschnittlichen Menschen mit einer Körpergröße von 1,70 Meter. Für einige Menschen passt das, doch bei anderen sorgt die falsche Arbeitshöhe in der Küche für Rücken- oder Schulterschmerzen. Für Paare mit einem deutlichen Größenunterschied sind Kücheninseln mit unterschiedlichen Arbeitshöhen sinnvoll, damit beide Partner gut in der Küche arbeiten können. Oder die grundsätzliche Arbeitshöhe orientiert sich an der Person, welche im Schwerpunkt in der Küche arbeitet, und ein Block oder Arbeitsbereich ist an die andere Person angepasst. Die Höhe der Arbeitsflächen sollte an die Nutzer angepasst sein.

4. Arbeitsflächen clever planen

Für zwei Personen bietet diese Küche ausreichend Stauraum und Arbeitsfläche.
Für zwei Personen bietet diese Küche ausreichend Stauraum und Arbeitsfläche.

Arbeitsflächen sind wichtig. Aber wie viel Flächen sind passend? Wer gerne exklusive Speisen wie beispielsweise Hummer in seiner Küche zubereitet, benötigt mehr Arbeitsfläche als ein Koch von einfachen Gerichten. Wer häufig gemeinsam kocht, braucht breitere Arbeitsflächen als eine Person, die ausschließlich alleine kocht. Arbeitsflächen sollten nahe am Backofen und der Kochfläche sein. Denn so sind die Arbeitswege gering und die Arbeit lässt sich bequemer erledigen. Sinnvoll ist es, Plätze für das entsprechende Equipment an diesen Stellen zu planen. Ein Messerblock sollte griffbereit stehen können und wichtige Hilfen wie Topflappen, Schere oder Siebe aufgehängt sein.

5. Technik sinnvoll einbauen

Neben dem Material und der Größe der Küche ist die genutzte Technik ein großer Kostenfaktor. Ausreichend Anschlüsse für Arbeitsgeräte an den entsprechenden Stellen sind nur ein Punkt. Ein aktuelles Thema bei der Küchenplanung ist das Einbinden in das Smart Home. Sollen die Küchengeräte vernetzt sein, um beispielsweise vor Bränden zu schützen, ist das ein Punkt bei der Planung. Fragen sind bei der Küchenplanung beim Punkt Technik:

  • Sind die Nutzer technikaffin?
  • Erleichtert die Technik den Alltag?
  • Wo liegen die Prioritäten?

Da die technischen Möglichkeiten im Bereich der Küchen zunehmen, sind Prioritäten sinnvoll. Kaffeeliebhaber sollten beispielsweise hier mehr Geld investieren als der gelegentliche Kaffeetrinker. Ein leidenschaftlicher Koch weiß zusätzliche Funktionen beim Herd und Backofen zu schätzen, die bei anderen Nutzern selten bis nie genutzt werden. Menschen mit einem engen Zeitplan kann der Einsatz von cleverer Technik auch in der Küche den Alltag erleichtern. Bereits ein fertig gekochter Kaffee zum Zeitpunkt des Aufstehens versüßt den Start in den Tag.

6. Kücheninsel oder nicht?

Seit einigen Jahren sind Kücheninseln bei jeder Küchenausstellung zu sehen. Tatsächlich sind sie praktisch, aber nicht in allen Küchen die optimale Lösung. Insbesondere in kleinen oder eher schmalen Küchen sind Kücheninseln nicht ideal. In einer ausreichend breiten Küche ist eine Kücheninsel eine schöne Ergänzung. Sie hilft:

  • Familien, die gemeinsam kochen
  • unterschiedlich großen Paaren beim gemeinsamen Kochen
  • den Überblick beim Kochen zu behalten
  • lockert die Küche auf

In einer breiten Küche trennt die Kücheninsel sinnvoll den Arbeits- vom Essbereich und schafft Stauraum.

7. Höhen nutzen

Eine aufgeräumte Küche lässt sich schnell putzen. Damit eine Küche aufgeräumt ist, braucht sie ausreichenden Stauraum. Alles sollte einen festen Platz haben, denn so macht das Arbeiten in der Küche Spaß und geht gut von der Hand. Häufig sind die unteren Schränke voller Sachen, die im Alltag nicht nötig sind. Die Höhe des Raums bietet sich in der Küche an. In den oberen Schränken verschwinden saisonale Artikel und Vorräte, die nicht permanent griffbereit sein müssen. Leere Vorratsdosen, Behältnisse zum Einfrieren, besondere Kuchenformen – all das muss im Alltag nicht mit einem Griff verfügbar sein. Ein klares System hilft bei den oberen Schränken, die Übersicht zu behalten. Je nach Raumhöhe ist eine kleine Leiter oder ein Tritt notwendig. Klappmodelle lassen sich platzsparend verstauen.

Das Herz des Hauses

Wer den vorhandenen Raum clever nutzt, gewinnt mit Planung und professioneller Unterstützung eine Küche zum Wohlfühlen. Mit den passenden Farben gestaltet, hat eine solche Küche das Potenzial, zum neuen Lieblingsraum zu avancieren.

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